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Gesellschaft CJZ Düsseldorf

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Düsseldorf erinnert

 

GEDENKEN AN DIE NOVEMBERPOGROME 1938

Die Corona-Pandemie beeinflusst unser aller Leben in diesem Jahr gravierend. Schon früh haben wir deshalb mit unseren Partnern, mit denen wir in jedem Jahr das Gedenken an die Ereignisse und die Opfer des 9./10. Novembers 1938 in unserer Stadt vorbereiten, nach einem Alternativkonzept gesucht.

Uns – das heißt der Evangelischen und der Katholischen Kirche in Düsseldorf, der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Düsseldorf e.V., der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf und der Stadt – war klar, dass weder der Gedenkgang noch die zentrale Gedenkstunde der Landeshauptstadt in ihrer bisherigen Form würden stattfinden können.

Gleichzeitig waren wir uns alle einig, dass auch in der Pandemie ein Gedenken an den Novemberpogrom 1938 in unserer Stadt nicht einfach ausfallen darf. Unsere Gesellschaft verhandelt derzeit in vielerlei Hinsicht, was sie zusammenhält, was gesamtgesellschaftlich wichtig ist. Die Ereignisse des Novemberpogroms führen uns drastisch vor Augen, was passieren kann, wenn eine Gesellschaft Menschen ausgrenzt und ihrer Rechte beraubt; wenn sie ihnen gegenüber alle Hemmungen verliert; wenn sie nicht mehr bereit ist, Vielfalt anzunehmen und Minderheiten ebenso wie die Schwächsten in ihren Reihen zu schützen.

In einer Zeit, die uns allen aus Gründen des Infektionsschutzes mehr Distanz und Isolation abverlangt und uns aus den gewohnten Bahnen drängt, ist es besonders wichtig, gemeinsam und doch pandemiekompatibel an dieses einschneidende Ereignis unserer Stadtgeschichte zu erinnern. Dezentral und doch zusammen: So könnte man unser Konzept auch überschreiben. Wir haben das Motto „Düsseldorf erinnert“ gewählt. Es wäre schön, wenn wir alle uns in den Tagen zwischen dem 28. Oktober bis zum 16. November in einer Art Gedenksolidarität zusammenfinden und der Opfer der Novemberpogrome 1938 erinnern könnten.
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