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Die Aktualität Martin Bubers mit Blick auf den Nahostkonflikt

Vortrag von Prof. Dr. Micha Brumlik, Buber-Rosenzweig-Preisträger 2016
Zur Woche der Brüderlichkeit

07. März 2016

Haus der Kirche - 19.00 Uhr
Bastionstr. 6, Düsseldorf


Eine sehr weitgehende Konzeption zu einem Frieden von Juden und Arabern hat schon früh der Sozial- und Sprachphilosoph Martin Buber vorgelegt. 1947 stellte Buber fest: „Was jedes der beiden in Palästina nebeneinander und durcheinander lebenden Völker tatsächlich braucht, ist Selbstbestimmung, Autonomie, freie Entscheidungsmöglichkeit. Das bedeutet aber keineswegs, dass es einen Staat braucht, den es dominiert. Die arabische Bevölkerung braucht zur freien Entfaltung ihrer Kräfte keinen arabischen Staat und die jüdische braucht zur freien Entfaltung der ihren keinen jüdischen; beides kann in einem binationalen Gemeinwesen gewährleistet werden, in dem jedes Volk seine spezifischen Angelegenheiten verwaltet und beide ihre gemeinsamen".

Das war im Jahr 1947, noch vor der Staatsgründung, noch vor dem Angriffskrieg der arabischen Nachbarstaaten Israels auf den im Mai 1948 ausgerufenen Staat. Mehr als sechzig Jahre später, mehr als fünf oder sechs Kriege später, mehr als vierzig Jahre der Besatzung und einer religiösen Fundamentalisierung auf beiden Seiten später, lässt sich an dieses Modell nicht mehr bruchlos anschließen. Infrage steht aber, ob die darin enthaltenen Grundgedanken einer zeitgemäßen Reformulierung fähig sind.

Gemeinsam mit DIG und Jüdischer Gemeinde