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Judenfeindliche Töne in der „größten christlichen Musik“?

Vortrag von Prof. Dr. Johann Michael Schmidt, Meerbusch

03. März 2020


Haus der Kirche - 19.00 Uhr
Bastionstr. 6, Düsseldorf


So nannte Felix Mendelssohn die Matthäuspassion von Johann Sebastian Bach, als er mit seinem Mitstreiter E. Devrient um ihre Wiederaufführung „den wunderlichen Zufall“ besprach, „dass hundert Jahre seit der letzten Leipziger Aufführung vergangen sein mussten, bis diese wieder ans Licht komme und dass es ein Komödiant (sein Mitstreiter) und ein Judenjunge sein müssen, die den Leuten die größte christliche Musik wiederbringen!“. Mendelssohn war der Widerspruch wohl bewusst, den die christliche Mehrheitsgesellschaft zwischen seiner jüdischen Herkunft und der „größten christlichen Musik“ empfinden musste. Das Werk fügt durch seine Komposition aus verschiedenen Texten die zentralen Inhalte sowohl der christlichen Heilsbotschaft als auch der christlichen Judenfeindschaft zusammen. – Wie werden heute die Matthäuspassion und ihre judenfeindlichen Töne gehört?