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„… nachdem die Welt meiner eigenen Sprache für mich untergegangen ist …“ Stefan Zweig (1882-1942) im Exil

Vortrag mit Textbeispielen zum 80. Todestag
Mit Dr. Katja Schlenker und Prof. Dr. Winfrid Halder

28. September 2022

Gerhart-Hauptmann-Haus - 19.00 Uhr
Bismarckstr. 90, Düsseldorf


Stefan Zweig, der gebürtige Wiener mit familiären Wurzeln in Böhmen, gehörte auch nachdem er schon 1934 seine österreichische Heimat verlassen hatte und zunächst nach Großbritannien emigriert war, zu den international erfolgreichsten deutschsprachigen Schriftstellern. Im Unterschied zu den meisten anderen Autorinnen und Autoren, die durch das NS-Regime aus ihrer Heimat vertrieben wurden, war Zweig im Exil nicht mit existenzbedrohender materieller Not konfrontiert, da er eine treue Leserschaft auch außerhalb des deutschen Sprachraums hatte. Dennoch setzte er seinem Leben am 23. Februar 1942 im brasilianischen Petropolis ein Ende. Die zuvor ständig wachsende Verzweiflung Zweigs über die Entwicklung in Europa, vor allem über die Verbrechen des NS-Regimes und dessen scheinbaren Siegeslauf, spiegelt sich in zahlreichen Texten, die er in seiner letzten Lebensphase verfasste.

Gemeinsam mit Gerhart-Hauptmann-Haus